Abschaffung der Dumont-Praxis beim Verkauf

Auf den 1. Januar 2010 wurde die sogenannte Dumont-Praxis abgeschafft. Bisher durften Renovationen an einer Liegenschaft in den ersten 5 Jahren nach dem Kauf steuerlich nicht als Unterhalt geltend gemacht werden. So wollte der Gesetzgeber die steuerliche Bevorzugung von Käufern renovationsbedürftiger Liegenschaften verhindern.

Mit der Abschaffung dieser Praxis dürfen nun sämtliche Renovationen vom ersten Tag an als Unterhaltsabzug geltend gemacht werden.

Damit erhöht sich die Attraktivität bestehender Häuser mit Renovationsbedarf aus steuerlicher Sicht massiv. Denn neben dem tieferen Kaufpreis – der Preis berücksichtigt ja den aufgestauten Unterhalt bereits – erhält der Käufer nun durch die Steuereinsparungen zusätzlich eine Art Rabatt auf die Renovationskosten. Je nach individueller Progressionsstufe beläuft sich dieser auf bis zu 40%.

Weiterhin erst bei einem Verkauf einer Liegenschaft abzugsfähig sind hingegen die wertvermehrenden Investitionen.